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Gemüse grillen – aromatisch, vielseitig und voller Röstaromen

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  • 12. August 2026 um 14:30
  • Lesezeit: 15 Min.
  • Details: KI-Unterstützter Artikel

Willkommen in der Food Area – Essen, Trinken & Genuss

Die Food Area ist der vielseitige Themenbereich rund um Essen, Trinken, Kochen und Genuss. Hier dreht sich alles um Lebensmittel, kulinarische Ideen, unterschiedliche Küchen und die vielen kleinen und großen Genussmomente des Alltags. Von einfachen Gerichten für zu Hause über besondere Spezialitäten bis hin zu Kaffee, Tee und anderen Getränken bietet die Food Area Raum für eine große Vielfalt kulinarischer Themen.

Inhaltsverzeichnis [VerbergenAnzeigen]
  1. Welches Gemüse eignet sich zum Grillen?
  2. Gemüse richtig vorbereiten
  3. Die richtige Grilltemperatur für Gemüse
  4. Öl richtig verwenden
  5. Gemüse richtig würzen
  6. Zucchini richtig grillen
  7. Auberginen vom Grill
  8. Paprika grillen
  9. Maiskolben vom Grill
  10. Champignons und andere Pilze grillen
  11. Tomaten vom Grill
  12. Spargel grillen
  13. Kartoffeln vom Grill
  14. Süßkartoffeln grillen
  15. Brokkoli und Blumenkohl vom Grill
  16. Zwiebeln vom Grill
  17. Fenchel grillen
  18. Gemüse auf Spießen grillen
  19. Grillkorb und Grillplatte verwenden
  20. Gemüse marinieren
  21. Direkte und indirekte Hitze kombinieren
  22. Kräuter erst zum richtigen Zeitpunkt hinzufügen
  23. Gegrilltes Gemüse als Hauptgericht
  24. Saucen und Dips für Grillgemüse
  25. Gegrilltes Gemüse als Antipasti
  26. Typische Fehler beim Gemüsegrillen
  27. Gemüse nicht zu weich grillen
  28. Vorbereitung erleichtert den Grillabend
  29. Röstaromen machen den Unterschied
  30. Gemüse grillen bietet beinahe unbegrenzte Möglichkeiten

Gemüse gehört längst nicht mehr nur als kleine Beilage auf den Grill. Richtig zubereitet kann es selbst zum Mittelpunkt eines Grillgerichts werden. Paprika entwickelt über der Hitze eine angenehme Süße, Zucchini bekommt kräftige Röstaromen, Auberginen werden wunderbar weich und cremig, während Maiskolben eine leicht karamellisierte Oberfläche erhalten. Selbst Gemüsesorten, die zunächst weniger typisch für den Grill erscheinen, lassen sich mit der richtigen Technik hervorragend zubereiten.

Der besondere Reiz von gegrilltem Gemüse liegt in der Kombination aus natürlichem Eigengeschmack und intensiven Röstaromen. Durch die Hitze verdampft ein Teil des enthaltenen Wassers, Zuckerbestandteile karamellisieren und auf der Oberfläche entstehen neue Aromen. Ein wenig Olivenöl, Salz, Pfeffer und einige Kräuter reichen deshalb häufig vollkommen aus.

Allerdings lässt sich nicht jedes Gemüse auf dieselbe Weise grillen. Während dünne Zucchinischeiben innerhalb weniger Minuten fertig sind, benötigen Kartoffeln oder größere Stücke von Wurzelgemüse wesentlich länger. Wer Garzeit, Temperatur und Größe der Stücke aufeinander abstimmt, kann auf dem Grill eine enorme Vielfalt entwickeln.

Welches Gemüse eignet sich zum Grillen?

Grundsätzlich lässt sich beinahe jedes Gemüse grillen. Besonders unkompliziert sind Sorten, die eine gewisse Festigkeit besitzen und bei Hitze ihre Form behalten.

Zu den Klassikern gehören Paprika, Zucchini, Auberginen, Maiskolben, Champignons, Zwiebeln, Tomaten und Spargel. Darüber hinaus eignen sich Fenchel, Brokkoli, Blumenkohl, Kartoffeln, Süßkartoffeln und verschiedene Wurzelgemüsearten.

Auch Salate können teilweise gegrillt werden. Halbierte Romana-Salatherzen beispielsweise benötigen lediglich kurze Zeit über hoher Hitze und entwickeln dabei überraschend kräftige Röstaromen.

Selbst Kohl lässt sich hervorragend auf dem Grill zubereiten. Spitzkohl oder Weißkohl können in dickere Scheiben beziehungsweise Spalten geschnitten und langsam gegrillt werden.

Gemüse richtig vorbereiten

Vor dem Grillen wird das Gemüse gründlich gewaschen und entsprechend zugeschnitten. Dabei ist die Größe der einzelnen Stücke besonders wichtig.

Sehr kleine Stücke garen zwar schnell, können jedoch leicht durch den Grillrost fallen oder verbrennen. Sehr große Stücke benötigen dagegen möglicherweise so lange, dass ihre Oberfläche bereits dunkel wird, bevor das Innere weich ist.

Für viele Gemüsesorten sind Scheiben oder längliche Stücke ideal. Zucchini und Auberginen können beispielsweise längs in Scheiben geschnitten werden. Paprika lässt sich in größere Stücke teilen, während Champignons je nach Größe ganz oder halbiert auf den Grill kommen können.

Möglichst gleich große Stücke erleichtern eine gleichmäßige Zubereitung.

Die richtige Grilltemperatur für Gemüse

Viele Gemüsesorten vertragen mittlere bis hohe Hitze. Temperaturen von ungefähr 180 bis 220 °C sind für zahlreiche Anwendungen ein guter Ausgangspunkt.

Entscheidend ist jedoch die jeweilige Gemüsesorte. Dünne Paprika- oder Zucchinistücke können direkt über relativ kräftiger Hitze gegrillt werden. Kartoffeln und andere feste Gemüsesorten profitieren dagegen häufig von einer Kombination aus direkter und indirekter Hitze.

Besonders praktisch ist deshalb ein Grill mit mehreren Temperaturzonen. Gemüse kann zunächst über der direkten Hitze angeröstet und anschließend in einer weniger heißen Zone fertig gegart werden.

So entstehen intensive Röstaromen, ohne dass die Oberfläche verbrennt.

Öl richtig verwenden

Eine dünne Schicht Öl verhindert, dass Gemüse austrocknet oder am Grillrost festklebt. Gleichzeitig unterstützt Fett die Entstehung einer gleichmäßig gebräunten Oberfläche.

Besonders beliebt ist Olivenöl, das hervorragend zu mediterranen Gemüsegerichten passt. Je nach Grilltemperatur können auch andere geeignete Pflanzenöle verwendet werden.

Wichtig ist, das Gemüse nicht in Öl zu ertränken. Eine dünne Schicht reicht vollkommen aus. Zu viel Öl tropft in den Grill und kann unerwünschte Flammen verursachen.

Am einfachsten wird das vorbereitete Gemüse in einer Schüssel mit wenig Öl vermischt oder dünn mit einem Pinsel bestrichen.

Gemüse richtig würzen

Gegrilltes Gemüse benötigt meist nur wenige Gewürze. Salz und frisch gemahlener Pfeffer bilden eine einfache Grundlage.

Mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Thymian und Oregano passen hervorragend zu Zucchini, Auberginen, Tomaten und Paprika. Petersilie und Basilikum sollten dagegen eher nach dem Grillen hinzugefügt werden, damit ihr frisches Aroma erhalten bleibt.

Knoblauch ist ebenfalls ein hervorragender Begleiter. Fein gehackter Knoblauch kann bei hoher direkter Hitze allerdings schnell verbrennen und bitter werden. Deshalb ist es häufig besser, ihn erst nach dem Grillen mit etwas Olivenöl über das Gemüse zu geben.

Auch Chili, geräuchertes Paprikapulver, Kreuzkümmel oder verschiedene Gewürzmischungen ermöglichen interessante Variationen.

Zucchini richtig grillen

Zucchini gehört zu den unkompliziertesten Grillgemüsen. Sie kann längs oder quer in etwas dickere Scheiben geschnitten werden.

Anschließend werden die Stücke dünn mit Öl bestrichen und über direkter Hitze gegrillt. Nach wenigen Minuten entstehen deutliche Grillspuren.

Zucchini sollte nicht zu lange auf dem Grill bleiben. Wird sie stark übergart, verliert sie ihre Struktur und wird sehr weich.

Nach dem Grillen passen Salz, Pfeffer, Olivenöl und frische Kräuter hervorragend dazu. Auch etwas Zitronensaft kann für zusätzliche Frische sorgen.

Auberginen vom Grill

Auberginen entwickeln auf dem Grill eine besonders interessante Konsistenz. Während die Oberfläche kräftige Röstaromen bekommt, wird das Innere weich und beinahe cremig.

Die Aubergine kann in dickere Scheiben oder längliche Streifen geschnitten werden. Da sie Öl sehr gut aufnimmt, sollte dieses sparsam aufgetragen werden.

Anschließend wird sie bei mittlerer bis kräftiger Hitze von beiden Seiten gegrillt.

Mediterrane Kräuter, Knoblauch, Petersilie und etwas Zitronensaft passen besonders gut. Auch Joghurt- oder Tahini-Saucen bilden einen interessanten Kontrast zum rauchigen Aroma.

Paprika grillen

Paprika verändert ihren Geschmack durch das Grillen besonders deutlich. Die natürliche Süße tritt stärker hervor und die Oberfläche entwickelt kräftige Röstaromen.

Paprika kann in größere Stücke geschnitten und direkt gegrillt werden. Alternativ lassen sich ganze Paprikaschoten so lange grillen, bis die Haut deutlich dunkel wird.

Anschließend können sie kurz abgedeckt ruhen. Dadurch lässt sich die Haut häufig leichter entfernen. Das weiche Fruchtfleisch eignet sich hervorragend für mediterrane Antipasti.

Mit Olivenöl, Knoblauch, Salz und Kräutern entsteht daraus eine einfache und aromatische Vorspeise.

Maiskolben vom Grill

Maiskolben gehören zu den beliebtesten Gemüseklassikern beim Grillen. Durch die Hitze werden die Körner süßlich und entwickeln an einzelnen Stellen eine kräftige Röstung.

Mais kann direkt auf dem Grillrost zubereitet werden. Regelmäßiges Drehen sorgt dafür, dass alle Seiten gleichmäßig Farbe bekommen.

Besonders gut schmeckt gegrillter Mais mit Butter und Salz. Kräuterbutter, Chili oder Knoblauch sorgen für zusätzliche Aromen.

Auch Limettensaft und würzige Gewürzmischungen passen hervorragend zu gegrilltem Mais.

Champignons und andere Pilze grillen

Pilze besitzen von Natur aus ein kräftiges, herzhaftes Aroma und eignen sich deshalb hervorragend für den Grill.

Größere Champignons können direkt auf den Grillrost gelegt werden. Kleinere Pilze lassen sich auf Spieße stecken oder in einem Grillkorb zubereiten.

Besonders interessant sind große Portobello-Pilze. Sie besitzen eine feste, fleischige Struktur und können sogar als Grundlage für vegetarische Burger dienen.

Knoblauch, Petersilie, Thymian und etwas Olivenöl harmonieren besonders gut mit Pilzen.

Tomaten vom Grill

Tomaten benötigen nur eine kurze Grillzeit. Besonders gut eignen sich kleinere, feste Sorten.

Cocktailtomaten können beispielsweise auf Spieße gesteckt oder in einer Grillpfanne zubereitet werden. Größere Tomaten lassen sich halbieren und kurz mit der Schnittfläche grillen.

Durch die Hitze intensiviert sich ihre natürliche Süße.

Da Tomaten viel Flüssigkeit enthalten und schnell weich werden, sollten sie vorsichtig behandelt und nicht unnötig häufig gewendet werden.

Spargel grillen

Grüner Spargel ist für den Grill besonders gut geeignet. Die Stangen werden gewaschen und am unteren Ende entsprechend vorbereitet.

Anschließend genügt etwas Öl, Salz und Pfeffer. Der Spargel kann direkt auf dem Grillrost gegart werden.

Je nach Dicke benötigt er nur einige Minuten. Dabei sollte er regelmäßig gedreht werden, damit er gleichmäßig röstet.

Nach dem Grillen passen Zitronensaft, Parmesan oder eine leichte Kräutersauce hervorragend dazu.

Kartoffeln vom Grill

Kartoffeln benötigen deutlich mehr Zeit als viele andere Gemüsesorten. Deshalb bietet es sich häufig an, sie vorzukochen.

Vorgekochte Kartoffeln können halbiert oder in dickere Scheiben geschnitten und anschließend über direkter Hitze knusprig gegrillt werden.

Auch kleine Kartoffeln eignen sich hervorragend. Mit Rosmarin, Salz, Pfeffer und etwas Öl entsteht eine klassische Grillbeilage.

Wer rohe Kartoffeln direkt auf dem Grill zubereiten möchte, sollte entsprechend mehr Zeit einplanen und eher mit indirekter Hitze arbeiten.

Süßkartoffeln grillen

Süßkartoffeln entwickeln beim Grillen eine besonders ausgeprägte Süße. Sie können in dickere Scheiben oder Spalten geschnitten werden.

Da sie relativ fest sind, kann auch hier ein kurzes Vorgaren sinnvoll sein. Anschließend werden sie über direkter Hitze geröstet.

Chili, Paprika, Kreuzkümmel und Knoblauch passen hervorragend zur natürlichen Süße.

Als Sauce eignet sich beispielsweise ein frischer Kräuterjoghurt.

Brokkoli und Blumenkohl vom Grill

Auch Brokkoli und Blumenkohl eignen sich überraschend gut für den Grill. Größere Röschen oder dickere Scheiben können direkt gegrillt werden.

Ein kurzes Vorgaren kann hilfreich sein, wenn eine besonders weiche Konsistenz gewünscht wird. Wer das Gemüse bissfester mag, kann es direkt auf dem Grill zubereiten.

Durch die Hitze werden die äußeren Bereiche leicht knusprig und entwickeln kräftige Röstaromen.

Besonders gut passen dazu Knoblauch, Chili, Zitronensaft und verschiedene Kräuter.

Zwiebeln vom Grill

Gegrillte Zwiebeln entwickeln eine angenehme Süße. Sie können in dicke Scheiben geschnitten oder halbiert werden.

Damit Zwiebelscheiben nicht auseinanderfallen, sollten sie vorsichtig gewendet werden. Alternativ lassen sie sich auf Spieße stecken.

Besonders gut passen gegrillte Zwiebeln zu Burgern, Fleischgerichten und Grillgemüseplatten.

Rote Zwiebeln sind aufgrund ihrer milden Süße besonders beliebt.

Fenchel grillen

Fenchel ist ein interessantes Grillgemüse, das durch die Hitze einen deutlich milderen Geschmack bekommt.

Die Knolle wird in dickere Scheiben oder Spalten geschnitten und mit etwas Olivenöl bestrichen. Anschließend wird sie bei mittlerer Hitze gegrillt.

Das charakteristische Anisaroma bleibt erhalten, wird jedoch durch Röstaromen ergänzt.

Zitrone, Petersilie und Parmesan passen hervorragend zu gegrilltem Fenchel.

Gemüse auf Spießen grillen

Gemüsespieße gehören zu den Klassikern eines Grillabends. Paprika, Zucchini, Zwiebeln, Pilze und andere Zutaten lassen sich abwechslungsreich kombinieren.

Dabei gibt es jedoch einen wichtigen Punkt: Nicht jedes Gemüse besitzt dieselbe Garzeit.

Wird ein sehr festes Stück Kartoffel direkt neben eine dünne Zucchinischeibe gesteckt, ist die Zucchini möglicherweise bereits weich, während die Kartoffel noch nicht gar ist.

Deshalb sollten Gemüsesorten mit ähnlichen Garzeiten kombiniert oder feste Zutaten vorher entsprechend vorgegart werden.

Grillkorb und Grillplatte verwenden

Kleine Gemüsestücke können leicht durch den Grillrost fallen. Ein Grillkorb ist deshalb ausgesprochen praktisch.

Das Gemüse wird darin direkt über der Hitze gegart und kann regelmäßig bewegt werden. Besonders Pilze, Zwiebelstücke, kleine Paprikastücke und Cocktailtomaten lassen sich auf diese Weise gut zubereiten.

Eine Plancha oder Grillplatte bietet ähnliche Vorteile. Zusätzlich entsteht eine große Kontaktfläche, auf der das Gemüse gleichmäßig bräunen kann.

Auch Marinaden und Gewürze bleiben auf einer geschlossenen Grillfläche besser am Gemüse.

Gemüse marinieren

Eine Marinade kann dem Grillgemüse zusätzliche Aromen verleihen. Häufig reicht bereits eine einfache Mischung aus Olivenöl, Kräutern und Gewürzen.

Eine mediterrane Marinade kann beispielsweise aus Olivenöl, Thymian, Rosmarin, Oregano und etwas Knoblauch bestehen.

Für eine asiatisch inspirierte Variante eignen sich Ingwer, Knoblauch, Sesam und Sojasauce.

Bei Marinaden sollte allerdings darauf geachtet werden, dass keine großen Mengen Öl auf die Hitzequelle tropfen. Überschüssige Marinade kann deshalb vor dem Grillen leicht abgestreift werden.

Direkte und indirekte Hitze kombinieren

Eine der besten Methoden für abwechslungsreiches Grillgemüse besteht darin, verschiedene Temperaturzonen einzurichten.

Über der direkten Hitze können Paprika, Zucchini oder Auberginen schnell angeröstet werden. Festere Gemüsesorten lassen sich anschließend in der indirekten Zone weitergaren.

Diese Technik bietet deutlich mehr Kontrolle. Besonders bei größeren Gemüseplatten mit unterschiedlichen Zutaten ist das hilfreich.

Fertig gegrilltes Gemüse kann außerdem in einem weniger heißen Bereich warmgehalten werden, während andere Zutaten noch garen.

Kräuter erst zum richtigen Zeitpunkt hinzufügen

Nicht alle Kräuter reagieren gleich auf hohe Temperaturen. Rosmarin und Thymian sind relativ robust und können bereits während des Grillens verwendet werden.

Basilikum, Petersilie oder Koriander verlieren bei großer Hitze dagegen schnell ihr frisches Aroma.

Solche Kräuter sollten besser erst nach dem Grillen über das Gemüse gegeben werden.

Dadurch entsteht ein interessanter Kontrast zwischen kräftigen Röstaromen und frischen Kräutern.

Gegrilltes Gemüse als Hauptgericht

Gemüse muss keineswegs nur eine Beilage sein. Mit etwas Kreativität lassen sich daraus vollständige Grillgerichte entwickeln.

Große Portobello-Pilze können beispielsweise mit Käse, Kräutern oder Gemüse gefüllt werden. Auberginen und Zucchini eignen sich als Grundlage für mediterrane Gemüseplatten.

Auch gefüllte Paprika lassen sich auf dem Grill zubereiten. Couscous, Reis, Käse oder verschiedene Gemüsefüllungen bieten zahlreiche Möglichkeiten.

Gegrillter Blumenkohl oder große Kohlsteaks können ebenfalls als eigenständiges Hauptgericht serviert werden.

Saucen und Dips für Grillgemüse

Saucen können gegrilltes Gemüse hervorragend ergänzen. Besonders gut passen leichte, frische Varianten.

Ein Kräuterjoghurt aus Joghurt, Petersilie, Knoblauch und etwas Zitronensaft harmoniert beispielsweise mit Kartoffeln, Zucchini und Paprika.

Auch Hummus passt ausgezeichnet zu gegrilltem Gemüse. Tahini-Saucen ergänzen Auberginen, Blumenkohl und Süßkartoffeln.

Mediterrane Kräutersaucen auf Basis von Olivenöl, Petersilie und Knoblauch bringen zusätzliche Frische.

Für schärfere Varianten eignen sich Chili-Saucen oder würzige Dips.

Gegrilltes Gemüse als Antipasti

Eine besonders schöne Möglichkeit ist die Zubereitung einer mediterranen Antipasti-Platte.

Dafür werden Auberginen, Zucchini, Paprika, Pilze und Zwiebeln nacheinander gegrillt. Anschließend wird das Gemüse auf einer großen Platte angerichtet.

Etwas Olivenöl, Knoblauch, Salz, Pfeffer und frische Kräuter reichen für die Würzung aus.

Das Gemüse kann warm serviert werden, schmeckt aber häufig auch hervorragend bei Raumtemperatur. Zusammen mit geröstetem Brot entsteht eine unkomplizierte Vorspeise.

Typische Fehler beim Gemüsegrillen

Ein häufiger Fehler ist das Schneiden zu kleiner Stücke. Sie trocknen schnell aus, verbrennen oder fallen durch den Rost.

Auch zu viel Öl kann problematisch sein. Es tropft in die Glut oder auf die Brenner und kann Flammen verursachen.

Ein weiterer Fehler besteht darin, sämtliche Gemüsesorten gleichzeitig auf den Grill zu legen. Da ihre Garzeiten unterschiedlich sind, sollten sie zeitlich versetzt zubereitet werden.

Auch ständiges Wenden ist nicht notwendig. Damit schöne Grillspuren und Röstaromen entstehen können, sollte das Gemüse einige Zeit ungestört auf derselben Seite liegen.

Gemüse nicht zu weich grillen

Bei vielen Gemüsesorten ist eine leicht bissfeste Konsistenz besonders angenehm. Zucchini, Paprika oder Spargel müssen nicht vollständig weich werden.

Das Gemüse sollte deshalb rechtzeitig vom Grill genommen werden. Durch die gespeicherte Wärme kann es anschließend noch etwas nachgaren.

Ein leicht knackiger Kern sorgt außerdem für einen interessanten Kontrast zur gerösteten Oberfläche.

Bei Auberginen oder Kartoffeln ist dagegen eine weichere Konsistenz häufig erwünscht.

Vorbereitung erleichtert den Grillabend

Wer verschiedene Gemüsesorten gleichzeitig grillen möchte, sollte möglichst viel vorbereiten.

Das Gemüse kann bereits gewaschen und geschnitten werden. Marinaden und Saucen lassen sich ebenfalls vorbereiten.

Anschließend werden die Zutaten nach Garzeit sortiert. Kartoffeln und anderes festes Gemüse kommen zuerst auf den Grill. Zucchini, Paprika und Pilze folgen später. Empfindliche Tomaten oder bereits vorgegarte Zutaten kommen erst gegen Ende hinzu.

Dadurch können am Ende möglichst viele Komponenten gleichzeitig serviert werden.

Röstaromen machen den Unterschied

Der besondere Geschmack von Grillgemüse entsteht vor allem durch die kräftige Hitze. Die Oberfläche bräunt und entwickelt Aromen, die beim normalen Kochen kaum entstehen.

Deshalb sollte Gemüse nicht ausschließlich bei sehr niedriger Temperatur gegart werden. Zumindest ein Teil der Zubereitung sollte über ausreichend kräftiger Hitze stattfinden.

Dabei darf die Oberfläche durchaus einzelne dunklere Stellen bekommen. Entscheidend ist die Balance zwischen aromatischer Röstung und verbrannter Oberfläche.

Gerade Paprika, Mais, Zwiebeln und Auberginen profitieren besonders von diesen Röstaromen.

Gemüse grillen bietet beinahe unbegrenzte Möglichkeiten

Vom einfachen Maiskolben bis zur großen mediterranen Gemüseplatte zeigt sich beim Grillen eine enorme Vielfalt. Viele Gemüsesorten verändern durch die direkte Hitze ihren Charakter deutlich: Zwiebeln werden süßer, Auberginen cremiger, Mais aromatischer und Paprika entwickelt intensive Röstaromen.

Entscheidend sind dabei einige einfache Grundlagen: Gemüse passend zuschneiden, sparsam Öl verwenden, die richtige Temperatur wählen und unterschiedliche Garzeiten berücksichtigen.

Wer zusätzlich mit direkten und indirekten Grillzonen arbeitet, kann selbst feste Gemüsesorten kontrolliert zubereiten. Grillkörbe, Spieße und Grillplatten erweitern die Möglichkeiten zusätzlich.

Gegrilltes Gemüse kann dabei sowohl Beilage als auch Hauptgericht sein. Mit frischen Kräutern, würzigen Marinaden, passenden Dips und verschiedenen Gemüsesorten entstehen immer neue Kombinationen.

Gerade diese Vielseitigkeit macht Gemüse zu einem wichtigen Bestandteil moderner Grillküche. Es bringt Farbe, unterschiedliche Texturen und eine enorme geschmackliche Bandbreite auf den Teller – und zeigt, dass ein abwechslungsreicher Grillabend auch ganz ohne Fleisch ausgesprochen spannend sein kann.

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